Nebel

Astronomische Nebel gehören zu den faszinierendsten Erscheinungen des Kosmos. Diese gewaltigen Wolken aus Gas und Staub befinden sich in unserer Milchstraße sowie in weit entfernten Galaxien und prägen viele Regionen des Universums. Besonders häufig entstehen sie in den Spiralarmen von Galaxien, wo neue Sterne geboren werden oder alte Sterne vergehen. Es gibt verschiedene Arten astronomischer Nebel: Emissionsnebel, Reflexionsnebel, Dunkelnebel und Planetarische Nebel, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften und Entstehungsprozesse besitzen.

M16 Adlernebel

Alias:

IC 4703

Typ:

Emissionsnebel

Konstellation:

Schlange

Helligkeit:

6,4mag

Saison

Juli – Aug.

Datum:

25.07.2024

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

61x120s

Belichtung (DNB):

24x600s

Der Adlernebel ist ein Emissionsnebel (Typ H II), aus dem sich ein offener Sternhaufen bildet. Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff, der sich auf Grund der geringen Temperatur zu Wasserstoffmolekülen zusammenschließen konnte. Der ca. 20 Lichtjahre große Nebel enthält Staubsäulen, die bis zu 9,5 Lichtjahre lang sind und an deren Spitze sich neue Sterne befinden, weshalb sie auch Säulen der Schöpfung getauft wurden. Die Undurchsichtigkeit des Nebels kommt durch Silikat und Kohlenstoffpartikel zustande.

M27 Hantelnebel

Alias:

NGC 6853

Typ:

planetarischer Nebel

Konstellation:

Fuchs

Helligkeit:

7,4mag

Saison

Juli – Sep.

Datum:

24-28.06.2024

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

122x300s

Belichtungs (DNB):

-

Der Hantelnebel ist ein rund 1300 Lichtjahre entfernter heller planetarischer Nebel im Sternenbild Fuchs. Der Nebel ist vor ungefähr 10.000 Jahren aus der von einem Roten Riesenstern in seiner Endphase abgestoßenen Hülle entstanden und dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von circa 30 km/s aus. Der Kern des Riesensterns ist dabei als über 100.000 Kelvin heißer Weißer Zwerg von 14 mag Helligkeit im Zentrum des Nebels verblieben.

M42 Orion Nebel

Alias:

NGC 1976

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Orion

Helligkeit:

4,0mag

Saison

Dez.- Feb.

Datum:

28.02.2022

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Sony A7a

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

23x300s

Belichtung (DNB):

Der Orionnebel zählt zu den beeindruckendsten und am besten sichtbaren Objekten am Winterhimmel. Selbst mit bloßem Auge ist er als leuchtender Nebel im Sternbild Orion erkennbar. Er befindet sich – wie auch unser Sonnensystem – im Orionarm der Milchstraßeund erscheint aufgrund der hohen scheinbaren Helligkeit seines Zentrums besonders hell.

M57 Ringnebel

Alias:

NGC 6853

Typ:

planetarischer Nebel

Konstellation:

Leier

Helligkeit:

8,8mag

Saison

Juli-Aug.

Datum:

11-21.06.2025

Teleskop:

C9.25 2350mm f/10

Kamera:

Touptek 585c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

400x120s

Belichtungs (DNB):

-

Der Nebel ist der Überrest eines Sterns, der vor etwa 20.000 Jahren seine äußere Gashülle abgestoßen hat. Die Gashülle dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von 19 km/s aus und hat derzeit einen scheinbaren Durchmesser von etwa 118 Bogensekunden, was bei einer Entfernung von 2300 Lichtjahren einen absoluten Durchmesser von ca. 1,3 Lichtjahren bedeutet.

M78

Alias:

NGC 2068

Typ:

Reflexionsnebel

Konstellation:

Orion

Helligkeit:

8,3mag

Saison

Dez.-Jan.

Datum:

8-10.01.2024

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

128x300s

Belichtung (DNB):

Der M78-Nebel ist ein heller Reflexionsnebel im Sternbild Orion und gehört zum großen Orion-Molekülwolkenkomplex. Etwa 1.350 Lichtjahre von der Erde entfernt, leuchtet er nicht selbst, sondern reflektiert das Licht junger, heißer Sterne in seiner Umgebung. Seine charakteristische bläuliche Farbe entsteht durch Streuung des Sternenlichts an feinem kosmischem Staub. M78 ist eines der hellsten Gebiete seiner Art und ein aktives Sternentstehungsgebiet, in dem sich neue Sterne aus dichten Gas- und Staubwolken bilden.

M97 Eulennebel

Alias:

-

Typ:

planetarischer Nebel

Konstellation:

Großer Bär

Helligkeit:

9,9mag

Saison

März-Apr.

Datum:

15.03.2025

Teleskop:

C9.25 2350mm f/10

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

196x120s

Belichtungs (DNB):

85x600s

Der Eulennebel M97 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Großer Bär und etwa 2.500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Seinen Namen verdankt er den zwei dunklen Bereichen im Inneren, die an die Augen einer Eule erinnern. Der Nebel entstand, als ein sterbender Stern seine äußeren Gashüllen ins All schleuderte. Heute zählt M97 zu den bekanntesten Deep-Sky-Objekten für Hobbyastronomen und Astrofotografen.

IC 434 Pferdekopfnebel

Alias:

-

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Orion

Helligkeit:

8,3mag

Saison

Dez.- Feb.

Datum:

15-23.12.2025

Teleskop:

C9.25 523mm f/2,3

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

1160x15s

Belichtungs (DNB):

-

Der Pferdekopfnebel zählt zu den bekanntesten und faszinierendsten Objekten des Nachthimmels. Mit seiner markanten Silhouette, die an den Kopf eines Pferdes erinnert, zieht er Astronomen und Sternenliebhaber weltweit in seinen Bann. Eingebettet im Sternbild Orion liegt dieser gewaltige Dunkelnebel rund 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt und besteht aus dichten Gas- und Staubwolken, die das Licht dahinterliegender Sterne verdecken.

IC 443 Quallennebel

Alias:

Sh2-248

Typ:

Supernovaüberrest

Konstellation:

Zwilling

Helligkeit:

12mag

Saison

Jan. -Feb.

Datum:

26.02.2023

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

-

Belichtung (DNB):

13x900s

IC 443, auch bekannt als Quallennebel, ist ein beeindruckender Supernova-Überrest im Sternbild Zwillinge. Der Nebel entstand durch die Explosion eines massereichen Sterns vor etwa 30.000 Jahren und befindet sich rund 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Seine filigranen Gasstrukturen erinnern an die Form einer schwebenden Qualle und machen IC 443 zu einem beliebten Objekt für Astrofotografie und Deep-Sky-Beobachtung.

IC 1318 Schmetterlingsnebel

Alias:

γ-Cygni-Nebel

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Schwarn

Helligkeit:

-

Saison

Dez.- Feb.

Datum:

25.10.2021

Teleskop:

APO 472mm/f 6.78

Kamera:

Sony A7a

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

-

Belichtungs (DNB):

Xx270 s

IC1318, auch als Schmetterlingsnebel bekannt, ist eine ausgedehnte Emissionsnebelregion im Sternbild Schwan. Sie wird von intensiver Strahlung junger, heißer Sterne im Umfeld des Sterns Gamma Cygni ionisiert und zeigt komplexe Strukturen aus interstellarem Gas und Staub. Durch die Wechselwirkung von Sternwind, Gravitation und Strahlung entstehen großflächige Leucht- und Dunkelzonen, die IC1318 zu einem dynamischen astrophysikalischen Objekt der Sternentstehungsregion Cygnus X machen.

IC 1805 Herznebel

Alias:

sh2-190

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Kassiopeia

Helligkeit:

6,5mag

Saison

Okt.-Dez.

Datum:

25-27.12.2026

Teleskop:

C9.25 523mm f/2,3

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

117x30s

Belichtung (DNB):

37x180s

IC 1805, auch als Herznebel bekannt, ist eine große Emissionsnebelregion im Sternbild Kassiopeia und Teil des aktiven Sternentstehungsgebiets Westerhout 5. Im Zentrum befindet sich der junge offene Sternhaufen Melotte 15, dessen massereiche, heiße Sterne den Nebel maßgeblich prägen. Ihre intensive ultraviolette Strahlung ionisiert das umgebende Wasserstoffgas und erzeugt so das charakteristische rote Leuchten der Region.

Die komplexe Struktur aus Gas- und Staubfilamenten wird durch Sternwinde, Strahlungsdruck und dynamische Rückkopplungsprozesse geformt. Diese Wechselwirkungen treiben die fortlaufende Sternentstehung an und machen IC 1805 zu einem eindrucksvollen Beispiel für aktive astrophysikalische Entwicklung in unserer Galaxie.

NGC 2170 Engelsnebel

Alias:

VdB 67

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Einhorn

Helligkeit:

10,4mag

Saison

Dez.-Jan.

Datum:

14.02.2026

Teleskop:

C9.25 523mm f/2,3

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

800x60s

Belichtungs (DNB):

-

NGC 2170, auch als Engelsnebel bekannt, ist ein beeindruckender Reflexionsnebel im Sternbild Einhorn (Monoceros) und etwa 2.700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sein charakteristisches Erscheinungsbild entsteht durch das Licht junger Sterne, das von feinen Staubwolken reflektiert wird. Die Kombination aus leuchtenden Nebelbereichen, dunklen Staubwolken und einem dichten Sternenfeld verleiht ihm seine besondere Schönheit.

Der Engelsnebel ist Teil eines ausgedehnten Sternentstehungsgebietes, in dem neue Sterne geboren werden. Seine filigranen Strukturen und sanften Farbverläufe machen ihn zu einem der faszinierendsten Motive der Astrofotografie. NGC 2170 zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch und zugleich ästhetisch die Prozesse im Universum sein können.

NGC 2174 Affenkopfnebel

Alias:

sh2-190

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Orion

Helligkeit:

6,8mag

Saison

Dez.- Feb.

Datum:

07-08.03.2022

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Sony A7a

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

64x300s

Belichtung (DNB):

-

NGC 2174, besser bekannt als Affenkopfnebel, ist ein eindrucksvolles Sternentstehungsgebiet im Sternbild Orion, etwa 6.400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Seine markanten Gas- und Staubstrukturen erinnern auf astronomischen Aufnahmen an das Gesicht eines Affen und gaben diesem faszinierenden Nebel seinen Namen.

Die gewaltigen Wolken aus Wasserstoffgas werden von jungen, heißen Sternen zum Leuchten angeregt und offenbaren eine beeindruckende Vielfalt an Formen und Details. Als aktive Geburtsstätte neuer Sterne bietet der Affenkopfnebel einen faszinierenden Einblick in die Entstehung und Entwicklung kosmischer Strukturen. Seine leuchtenden Nebelregionen und dunklen Staubwolken machen NGC 2174 zu einem beliebten Objekt für Astronomen und Astrofotografen gleichermaßen.

NGC 6543 Katzenaugennebel

Alias:

-

Typ:

planetarischer Nebel

Konstellation:

Drachen

Helligkeit:

8,1mag

Saison

Juli-Aug.

Datum:

09-25.06.2023

Teleskop:

C9.25 523mm f/5,6

Kamera:

Touptek 585c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

700x30s

Belichtungs (DNB):

400x150s

Der Nebel entstand, als ein sonnenähnlicher Stern am Ende seines Lebens seine äußeren Hüllen ins All abgestoßen hat. Die intensive Strahlung des heißen Zentralsterns bringt das ausgestoßene Gas zum Leuchten und erzeugt die beeindruckenden Farben und Formen. Besonders bemerkenswert sind die komplexen Detailstrukturen im Kern des Nebels: Verschlungene Gasfilamente, Schockfronten, Knoten und mehrere ineinander verschachtelte Hüllen zeugen von einer wechselvollen Geschichte von Materieauswürfen. Diese fein gegliederten Strukturen entstehen durch das Zusammenspiel schneller Sternwinde mit zuvor abgestoßenem Material und machen NGC 6543 zu einem der komplexesten bekannten planetarischen Nebel.

Für diese Aufnahme wurden zwei Bildserien mit unterschiedlichen Einzelbelichtungszeiten erstellt. Dadurch konnten sowohl die feinen Strukturen im hellen Zentrum des Nebels als auch die deutlich schwächeren, umliegenden Bereiche optimal erfasst werden. Anschließend wurden alle Einzelaufnahmen zu einem hochdynamischen Kompositbild zusammengefügt, das den gesamten Detailreichtum des Objekts sichtbar macht.

NGC 6888 Crescent Nebel

Alias:

-

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Schwan

Helligkeit:

10,0mag

Saison

Aug.-Sep.

Datum:

07.07-20.08.2023

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

141x60s

Belichtung (DNB):

18x600s

Der Crescent-Nebel entstand durch die gewaltigen Sternwinde des massereichen Wolf-Rayet-Sterns WR 136 im Sternbild Schwan . Diese extrem schnellen Teilchenströme treffen auf Material, das der Stern in einer früheren Entwicklungsphase abgestoßen hat, und formen so die charakteristische sichelförmige Struktur des Nebels. Die energiereiche Strahlung des Zentralsterns lässt das Gas in unterschiedlichen Farben leuchten und macht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Sternwind und Umgebung sichtbar.

NGC 6960 Cirrus Nebel

Alias:

IC 1340

Typ:

Emmision-/Refelxionsnebel

Konstellation:

Schwarn

Helligkeit:

7mag

Saison

Aug.-Sep.

Datum:

13.06.2021

Teleskop:

APO 472mm/f6.78

Kamera:

Sony A7a

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

164x200s

Belichtung (DNB):

-

Der Cirrusnebel ist ein Teil des bekannten Schleiernebels im Sternbild Schwan (Cygnus) und gehört zu den eindrucksvollsten Supernova-Überresten am Nachthimmel. Er entstand vor etwa 10.000 bis 20.000 Jahren, als ein massereicher Stern in einer gewaltigen Supernova-Explosion sein Leben beendete. Die dabei freigesetzte Schockwelle breitet sich bis heute durch das umgebende interstellare Medium aus und bringt das Gas zum Leuchten.

NGC 7023 Iris Nebel

Alias:

-

Typ:

Reflexionsnebel

Konstellation:

Kepheus

Helligkeit:

7,1mag

Saison

Aug.-Sep.

Datum:

2-22.06.2022

Teleskop:

SW 1000mm f/5

Kamera:

Sony A7a

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

98x180s

Belichtungs (DNB):

-

Der Irisnebel ist ein beeindruckender Reflexionsnebel im Sternbild Kepheus und etwa 1.300 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Gegensatz zu Emissionsnebeln leuchtet er nicht durch ionisiertes Gas, sondern reflektiert das Licht des heißen Zentralsterns HD 200775. Die feinen Staubpartikel im Nebel streuen vor allem blaues Licht, wodurch die charakteristische bläuliche Färbung entsteht, die an die Blütenblätter einer Iris erinnert.

NGC 7635 Blasennebel

Alias:

LBN 549

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Kassiopeia

Helligkeit:

8,7mag

Saison

Okt.-Dez.

Datum:

23-24.09.2025

Teleskop:

C9.25 523mm f/2,3

Kamera:

Touptek 585c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtung (RGB):

1738x10s

Belichtung (DNB):

-

Der Blasennebel ist ein eindrucksvoller Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia und liegt etwa 7.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Zentrum des Nebels befindet sich ein massereicher, heißer Stern vom Typ O, dessen extrem starker Sternwind auf das umgebende interstellare Gas trifft und dadurch die charakteristische „Blasen“-Struktur formt. Die leuchtende Hülle wird durch die intensive ultraviolette Strahlung des Sterns ionisiert und bringt das Gas zum Glühen.

SH2-129 Fledermausnebel

Alias:

-

Typ:

Emmisionsnebel

Konstellation:

Kepheus

Helligkeit:

-

Saison

Aug.-Sep.

Datum:

07.11.2025

Teleskop:

C9.25 523mm f/2,3

Kamera:

Omegon veTEC 571c

Montierung:

SW EQ6-R

Belichtungs (RGB):

2000x10s

Belichtungs (DNB):

150x60s

Der Fledermausnebel ist ein großflächiger Emissionsnebel im Sternbild Kepheus , der sich etwa 2.300 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. Aufgrund seiner ausgedehnten, schwach leuchtenden Struktur ist er nur auf lang belichteten Aufnahmen gut sichtbar und zeigt dort eine eindrucksvolle, an eine Fledermaus erinnernde Form.

Der Nebel wird durch die energiereiche Strahlung junger, heißer Sterne ionisiert, die das umgebende Wasserstoffgas zum Leuchten anregt. Besonders auffällig sind die weit ausgreifenden, faserartigen Gasstrukturen, die sich über viele Lichtjahre erstrecken und sanft in das interstellare Medium übergehen. Innerhalb dieser Region befindet sich auch die auffällige, türkis schimmernde Struktur Ou4, die aufgrund ihrer Form oft als „Tintenfischnebel“ bezeichnet wird und möglicherweise mit einem schnellen Materieausstoß eines massereichen Sterns in Verbindung steht.